Kieferorthopädie im Wechselgebiss – Kinder und Jugendliche

Die Mehrzahl der Zahn- und Kieferfehlstellungen können sehr wirkungsvoll in der Zeit des Zahnwechsels (Wechselgebiss: ca. 9. – 14. Lebensjahr) behandelt werden. In diesem zeitlichen Rahmen ist der Wechsel der Milchzähne ausschlaggebend für intensives Wachstum im Kieferbereich. Gleichzeitig ist dies die Zeit des stärksten skelettalen und körperlichen Wachstums. Und damit ideal für eine biologisch und funktionell ausgerichtete Therapie!

Die wichtigsten Bausteine unseres erfolgreichen Behandlungskonzepts:

  • Bei Kindern und Jugendlichen: Timing! Unter Berücksichtigung von Zahndurchbruch, Kieferwachstum, funktionellen Faktoren, Motivation, Mundhygiene, geistiger und körperlicher Entwicklungsphase als wichtige Einflussfaktoren
  • Umfassende diagnostische Abklärung der Fehlstellung (klinische Untersuchungen, Analyse von Kiefermodellen, Röntgen-Befunden inkl. Panoramaschichtaufnahmen, Fernröntgen-Seitbildern inkl. kephalometrischer Auswertungen, gegebenenfalls ergänzt durch digitale Volumentomografie DVT, fachärztliche Abklärungen wie z. B. HNO, Internist, Orthopäde, Pädiater, Logopäde, Entwicklungspsychologe usw.)
  • Formulierung des Therapiekonzepts mit alternativen Behandlungsstrategien, Absprache mit Hauszahnarzt oder anderen zahnmedizinischen Fachdisziplinen (z. B. Endodontologe, Parodontologe, Implantologe, Funktionstherapeut)
  • Behandlungskombination von altbewährten, biologischen und funktionellen Geräten (herausnehmbare Apparaturen) mit festsitzenden Behandlungstechniken
  • Permanente Betreuung durch Prophylaxe-Assistentinnen: Aufrechterhaltung des Mundhygiene-Status zur Vermeidung von Kariesschäden und Zahnfleischentzündungen
  • Motivationsstrategien zum Durchhalten der Behandlungsanforderungen
  • Wertschätzung jedes einzelnen Patienten unabhängig vom Lebensalter, Einbeziehung der individuellen Persönlichkeit (insbesondere bei Kindern und Jugendlichen) zur Erzielung eines gemeinsamen Behandlungserfolges